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…für ein ganz anderes Klima – auch im Wendland!

November 13, 2008

Immer wieder wird behauptet, wer keine (neuen) Kohlekraftwerke wolle, der spiele der Atomlobby in die Hände. Denn diese wirbt damit, dass Atomkraftwerke im Betrieb ohne den Ausstoss von Kohlendioxid Strom produzieren können. Dabei bleibt freilich so einiges unberücksichtigt: Nicht nur, dass die Kraftwerke an sich schon energieaufwändig genaut wären, hinzu kommt eine lange Kette extrem aufwändiger Prozesse vom Uranabbau über die Anreicherung bis zur halbwegs sicheren Zwischenlagerung. Und wer den Einsatz von rund 18.000 Polizistinnen und Polizisten mit Räumpanzern, Wannen, Wasserwerfern und Helikoptern über knapp eine Woche einbezieht, kann wohl kaum mehr von einer klimafreundlichen Stromproduktion sprechen.

Auch der Atomausstieg muss sein - für ein ganz anderes Klima!

Auch der Atomausstieg muss sein - für ein ganz anderes Klima!

Um auf diesen Umstand hinzuweisen und um deutlich zu machen, dass sich Klimabewegung und Atombewegung nicht gegeneinander ausspielen lassen, haben sich zahlreiche Aktive der Klimabewegung auch am Widerstand gegen den Transport von hochradioaktivem Müll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins wendländische Gorleben beteiligt. Die Begründung dafür lieferte Tadio Müller, der an der Vorbereitung des Klimacamps in Hamburg beteiligt war, mit seinem Redebeitrag auf der Großdemonstration am Samstag in Gorleben: Letztlich gehe es beiden Bewegungen um eine andere Energiepolitik. Und “Sozialer Wandel kommt nicht von oben, er kommt nicht von alleine – sozialer Wandel kommt von unten!” Ein ganz anderes Klima bleibt also genauso wie der Atomausstieg Handarbeit.

Ein weiterer Beitrag zum diesjährigen Widerstand war die Kampagne Castor08. Unter anderem von Aktiven aus dem Klimacamp-Vorbereitungskreis angeregt, gelang es der Kampagne, hunderte von Menschen in der Göhrde an die Castor-Schienenstrecke zu bringen. Dass dort dann Gleisschrauben fehlten und Schwellen verbogen waren, hat aber nichts mehr mit den Vorbereitenden zu tun… ;o)

Es zeigt sich: Energiepolitik ist wieder spannend geworden – beim Castor genauso, wie in der Klimabewegung!

Ein Kommentar

  1. Der Atommüll strahlt, egal bei welcher Jahreszeit. So könnte man die neue Kampagne von RWE verstehen;)



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