Das Klimacamp ist schon eine ganze Weile vorbei, aber das Nachspiel hält an.
Nachdem es am Mittwoch des Camps zu einer spontanen Besetzung des Baugeländes des geplanten Kohlekraftwerks in Hamburg Moorburg mit einer Solidaritätsdemonstration kam, wird nun die staatliche Repression dagegen sichtbar. Insbesondere diejenigen, die sich an der Unterstützungsdemonstration beteiligt hatten, erhalten in letzter Zeit juristische Probleme. Hintergrund ist, dass die Polizei eine politische Versammlung mit der Begründung auflöste, dass hier keine politischen Inhalte transportiert würden, sondern nur getanzt werde. Dabei vergaßen die Einsatzleiter, dass sich noch immer mehrere Personen auf dem Gelände befanden, die unterstützt werden sollten!
Nach der Auflösung setzten sich viele der Teilnehmer/innen spontan auf die Straße, um gegen die unrechtmäßige Auflösung der Versammlung zu protestieren. Daraufhin griffen die Polizist/innen mitunter brutal ein, trugen die Menschen von der Straße und nahmen die Personalien auf.

Auflösung der Solidemo für die Baustellenbesetzer/innen durch die Hamburger Polizei
Gegen eine/n der Demonstrant/innen gab es später einen Strafbefehl, da dieser sich gegen die Auflösung der Versammlung gewehrt habe. In dieser Sache gibt es am 10. Februar eine Gerichtsverhandlung. Diese Person braucht unsere Solidarität!
Deswegen:
Kommt am 10. Februar um 12 Uhr zum Amtsgericht nach Hamburg-Harburg (Buxtehuder Straße 9). Beobachtet den Prozess, unterstützt den Angeklagten oder organisiert Soliaktionen!
Und viele weitere Menschen haben im Zusammenhang mit der Demo Bußgeldbescheide bekommen. Diese überlegen noch, wie sie mit der Situation umgehen werden. Aber eine solche unrechtmäßige Auflösung der Versammlung durch einen schwarz-grünen Senat in Hamburg ist nicht hinzunehmen!
Solidarität ist eine Waffe!

