
BUKO Kongress 32: „Under Construction – Transformationen in Zeiten der Krise“
April 23, 2009Den Transformationen in Zeiten der Krise nähern wir uns auf dem 32. Kongress der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) anhand dreier Themenfelder: der herrschenden Weltwirtschaftskrise, dem Klima sowie der Bildung. Die Perspektive ist die auf Alternativen, auf Widerstand und Bewegung. Mit dem BUKO32 möchten wir der oberflächlichen Interessenharmonie und der damit einhergehenden Alternativlosigkeit gegenwärtiger gesellschaftlicher Veränderungen begegnen. Wir wollen emanzipatorische und internationalistische Alternativen sichtbar machen. Sie existieren in vielfältiger Form und lassen sich klar definieren und abgrenzen. Wir laden Euch herzlich ein, Euch diesen Alternativen in einer Vielzahl anregender Workshops und in Gesprächen anzunähern und sie zu diskutieren.
Im Schwerpunktbereich Weltwirtschaft soll es um die Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise auf die konkreten Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen, insbesondere in den Ländern des globalen Südens und Osteuropas gehen.
Im Schwerpunkt zu Klimawandel stellen wir uns der Frage, welche Realitäten – Macht-, Geschlechter- und/oder Nord-Süd-Verhältnisse – den Klimawandel erzeugen und umgekehrt, welche neuen Bedingungen und Verhältnisse der Klimawandel schafft. Wo kritisieren soziale Bewegungen diese Realitäten und welche Forderungen stellen sie hinsichtlich eines sozialen Wandels? Auch wenn viele Linke sich dem „Klimawandel“ bisher nur zögerlich zuwenden, so viel ist klar: Herrschaftskritische, emanzipative Bewegungen werden nicht umhin kommen, sich damit zu beschäftigen. Klimawandel ist kein Ein-Punkt-Thema für Öko- und Natur-Interessierte, sondern Ausdruck einer umfassenden Krise gesellschaftlicher (Natur-)Verhältnisse. Wir möchten den Blick auf die Unterschiede in der Verantwortung für den Klimawandel und in den Auswirkungen auf die lokalen Verhältnisse richten. Gleichzeitig stellen wir die Frage nach Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten von Bewegungen: Wo gleichen sich Forderungen und Analysen sozialer Bewegungen im globalen Norden und Süden bzw. wo gehen sie von anderen Grundsätzen aus oder widersprechen sich gar? Wie also können linke klimapolitische Praxen „von unten“ fern der marktorientierten „Krisenlösungen“ aussehen?
Nähere Informationen: http://www.buko.info/schwerpunkte/klima/
Programm: http://www.buko.info/programm/workshops/