Archiv für die Kategorie ‘Veranstaltungen’

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Reclaim Power! Pushing for Climate Justice – a Call to Action

August 18, 2009

From the 7th to 18th of December 2009, the largest ‘climate summit’ ever to be held will take place in Copenhagen, Denmark. This summit has been billed as our ‘last, best hope’ to do something about climate change. But the UN talks will not solve the climate crisis. We are no closer to reducing greenhouse gas emissions than we were when negotiations began fifteen years ago: emissions continue to rise at ever faster rates, while carbon trading allows climate criminals to pollute and profit. It is time to say enough! No more business as usual, no more false solutions!

Reclaiming power from below

On the 16th of December, at the start of the high-level ‘ministerial’ phase of the two-week summit, we, the movements for global justice, will take over the conference for one day and transform it into a People’s Summit for Climate Justice. Using only the force of our bodies to achieve our goal, our Reclaim Power! march will push into the conference area and enter the building, disrupt the sessions and use the space to talk about our agenda, an agenda from below, an agenda of climate justice, of real solutions against their false ones. Our action is one of civil disobedience: we will overcome any physical barriers that stand in our way – but we will not respond with violence if the police try to escalate the situation.

Change the system, not the climate!

Our goal is not to shut down the entire summit. But this day will be ours, it will be the day we speak for ourselves and set the agenda: climate justice now! We cannot trust the market with our future, nor put our faith in unsafe, unproven and unsustainable technologies. We know that on a finite planet, it is impossible to have infinite growth – ‘green’ or otherwise. Instead of trying to fix a destructive system, we are advancing alternatives that provide real and just solutions to the climate crisis: leaving fossil fuels in the ground; reasserting peoples’ and community control over resources; relocalising food production; reducing overconsumption, particularly in the North; recognising the ecological and climate debt owed to the peoples of the South and making reparations; and respecting indigenous and forest peoples’ rights.

Global movements for climate justice

Ten years ago at the protests against the WTO in Seattle, a global movement emerged to proclaim that another world was possible. Today, this world is not just possible – it is necessary. In Copenhagen, we will come together from many different backgrounds and movements, experiences and struggles. We are indigenous peoples and farmers, workers and environmentalists, feminists and anticapitalists. Now, our diverse struggles for social and ecological justice are finding common ground in the struggle for climate justice, and in our desire to reclaim power over our own future.

Get involved – join our climate justice action!

- Join the Reclaim Power! action in Copenhagen – and spread the word! We want to generate a sense of excitement, that our action will resonate around the world, and the way to do that is through countless individuals, groups and movements declaring their intention to take part in our actions.
- Organise events where you live. Get in touch if you want to invite someone to report on the Reclaim Power! action and the issues at the heart of our protest

Reclaim Power! Pushing for Climate Justice is organised by Climate Justice Action. For more information, regular updates on our meetings and actions, and for news about the global struggles for climate justice, go to http://www.climate-justice-action.org/

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Climate Action Summer Europe – ein Fahrplan

Juni 17, 2009

Internationales Vorbereitungstreffen zum Klimagipfel in Kopenhagen im
Dezember: 18.-21.6., Kopenhagen, http://www.climateaction09.org/

Squat Tempelhof, Flughafenbesetzung in Berlin, 20.6.,
http://tempelhof.blogsport.de/

Fahrradkarawane von Hamburg zum Klimacamp in Kopenhagen: 5.7.-12.7.,
http://cyclingforchange.blogsport.de/

Klimacamp in Kopenhagen: 11.7. – 19.7., irgendwo an der Kueste bei
Kopenhagen

Schweizer Klima – Workshop – Festival, 12.7.-19.7., nahe Bern;
http://www.netzwerkzeug.org/

Sommercamp im Wendland, 16.-26.7., Gedelitz http://wendlandcamp.de/2009/

Saving Iceland Aktionssommer ab 18.7., http://savingiceland.puscii.nl

(Anti-)Nuclear Climate Camp in Finland: 20.7. – 26.7.,
http://www.nuclearfreefinland.org/

Hollaendisch-Belgisches Klimacamp, bei Antwerpen, 2.8.-9.8.,
http://www.klimaatactiekamp.org/

Scotland Climate Camp, 3.8.-10.8., http://climatecampscotland.org.uk

Frankreich Camp Climat gegen Flughafenneubau bei Nantes, 3.8.-10.8.,
http://avenirclimat.info/index.php, http://acipa.free.fr/

Climate Camp in South Wales, 13.8.-16.8., http://climatecampcymru.org/

Klimacamp Rhein-Main, 14.8. – 23.8., Kelsterbach,
http://klimacamp2009.blogsport.de/

Climate Camp in Ireland, 15.8. – 23.8., http://www.climatecamp.ie/

UK Climate Camp in der Londoner City, 27.8.-2.9, http://climatecamp.org.uk

28.8.-5.9. Anti-atom-treck nach Berlin zur Bundesweiten Anti-atomdemo
Mal richtig abschalten! (5.9.), mit linksaktivistischem klimablock!;
http://www.anti-atom-treck.de/

… immer gut fuer klimaaktionsinfos hierzulande:

www.klima.blogsport.de
www.rising-tide.de
www.gegenstrom.net
und
www.climateaction09.org

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BUKO Kongress 32: „Under Construction – Transformationen in Zeiten der Krise“

April 23, 2009
21.05. - 24.05.09
Ort: Lüneburg

Den Transformationen in Zeiten der Krise nähern wir uns auf dem 32. Kongress der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) anhand dreier Themenfelder: der herrschenden Weltwirtschaftskrise, dem Klima sowie der Bildung. Die Perspektive ist die auf Alternativen, auf Widerstand und Bewegung. Mit dem BUKO32 möchten wir der oberflächlichen Interessenharmonie und der damit einhergehenden Alternativlosigkeit gegenwärtiger gesellschaftlicher Veränderungen begegnen. Wir wollen emanzipatorische und internationalistische Alternativen sichtbar machen. Sie existieren in vielfältiger Form und lassen sich klar definieren und abgrenzen. Wir laden Euch herzlich ein, Euch diesen Alternativen in einer Vielzahl anregender Workshops und in Gesprächen anzunähern und sie zu diskutieren.

Im Schwerpunktbereich Weltwirtschaft soll es um die Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise auf die konkreten Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen, insbesondere in den Ländern des globalen Südens und Osteuropas gehen.

Im Schwerpunkt zu Klimawandel stellen wir uns der Frage, welche Realitäten – Macht-, Geschlechter- und/oder Nord-Süd-Verhältnisse – den Klimawandel erzeugen und umgekehrt, welche neuen Bedingungen und Verhältnisse der Klimawandel schafft. Wo kritisieren soziale Bewegungen diese Realitäten und welche Forderungen stellen sie hinsichtlich eines sozialen Wandels? Auch wenn viele Linke sich dem „Klimawandel“ bisher nur zögerlich zuwenden, so viel ist klar: Herrschaftskritische, emanzipative Bewegungen werden nicht umhin kommen, sich damit zu beschäftigen. Klimawandel ist kein Ein-Punkt-Thema für Öko- und Natur-Interessierte, sondern Ausdruck einer umfassenden Krise gesellschaftlicher (Natur-)Verhältnisse. Wir möchten den Blick auf die Unterschiede in der Verantwortung für den Klimawandel und in den Auswirkungen auf die lokalen Verhältnisse richten. Gleichzeitig stellen wir die Frage nach Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten von Bewegungen: Wo gleichen sich Forderungen und Analysen sozialer Bewegungen im globalen Norden und Süden bzw. wo gehen sie von anderen Grundsätzen aus oder widersprechen sich gar? Wie also können linke klimapolitische Praxen „von unten“ fern der marktorientierten „Krisenlösungen“ aussehen?

Nähere Informationen: http://www.buko.info/schwerpunkte/klima/

Programm: http://www.buko.info/programm/workshops/

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Repression geht weiter: Prozesse in Hamburg

März 15, 2009

Die Hamburger Repressionsorgane lassen nicht locker und machen weiter Stress. Aber nicht nur die Polizei, die Staatsanwaltschaft und der schwarz-grüne Senat sind dafür verantwortlich, dass zahlreiche Menschen Bußgeldbescheide und Strafbefehle bekommen haben. Insbesondere der Energiekonzern Vattenfall, der weiter auf die schmutzigste Form der Stromerzeugung in Form von Kohlekraftwerken setzt, treibt die Kriminalisierung von Widerstand gegen die Klimazerstörung weiter voran.

Am Mittwoch, den 20. August, besetzten einige Menschen die Kraftwerksbaustelle in Hamburg-Moorburg, um darauf aufmerksam zu machen, dass der Energiekonzern Vattenfall hier gegen den Willen einer Mehrheit der Menschen in Hamburg und allen klimapolitischen Zielen zum Trotz ein neues Steinkohlekraftwerk bauen möchte. Zahlreiche Aktivisten eilten spontan von einer Demonstration in der Nähe zur Unterstützung zur Baustelle – bildeten eine spontane Versammlung und wurden später vor der Baustelle von der Polizei geräumt – mit der abstrusen Begründung, sie würden Musik spielen und seien deswegen keine politische Versammlung mehr.

Vielen von diesen Menschen haben Bußgeldbescheid bekommen, gegen die sie – selbstverständlich – Widerspruch eingelegt haben. Am 25. März wird sich daher das erste Mal ein Gericht mit der Frage beschäftigen müssen, ob Menschen, die sich auf die Straße setzen, weil die Polizei ihre Versammlung wegen des Spielens von Musik aufgelöst hat, eine Ordnungswidrigkeit begangen haben. Eine völlig abstruse Argumentation, wie nicht nur Betroffene finden, die sich Polizeihäuptling Dudde zurecht gelegt hat, um seinen Feierabend früher beginnen zu lassen.

Und schon am kommenden Donnerstag, den 19. März, wird gegen einen Menschen verhandelt, dem vorgeworfen wird, auf dem Gelände gewesen zu sein. Hierfür ist direkt der Energiekonzern Vattenfall verantwortlich, der Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt hat – und jederzeit die Möglichkeit hat, den Antrag zurück zu ziehen. Während sich der Konzern inzwischen in Berlin als Klimaschützer darstellen möchte und dem dortigen Senat ein Klimaschutzprogramm vorgestellt hat (darüber hinaus versucht sich das Unternehmen mit Erklärungen als ökologischer Vorreiter darzustellen), kriminalisiert er in Hamburg Protest gegen ein Kraftwerk, das mehr als 10 Mal klimaschädlicher ist, als ein Kraftwerk nach dem neuesten Stand der Technik.

Vattenfall und die Hamburger Repressionsorgane müssen verstehen, dass Klimaschutz nicht von Konzernen gemacht wird. Deswegen: Kommt zu den Prozessen! Zeigt euch solidarisch mit Menschen, die sich gegen die klimazerstörerische Politik engagieren! (Genaue Orte und Zeiten demnächst hier.)

Solidarität ist eine Waffe!

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Für ein ganz anderes Ganzes! – Treffen in Berlin 6.-8. Februar

Februar 5, 2009

Für ein ganz anderes Ganzes! – Einladung zum bundesweiten Kopenhagen- und Klima-Aktionstreffen am 6./7./8.2. in Berlin

im Dezember 2009 findet in Kopenhagen der nächste Weltklimagipfel statt. Die internationale Mobilisierung dorthin ist im Anlaufen, und auch wir (das sind in diesem Falle verschiedene Zusammenhänge, die aktiv am Klima- und Antiracamp in Hamburg 2008 beteiligt waren) wollen uns dort einbringen. Ausserdem wollen wir mehr werden, lokale Praxen entwickeln, und das Klimathema aus der Ökologienische raus dorthin bringen, wo es unserer Meinung nach hingehört: Hinein in die sozialen Bewegungen und Kämpfe.

Hier ein kurzer Überblick zum Treffen (Vorschlag zu Tagesordnung im Anhang):

Klima 2.0 – Diskussionveranstaltung zu Klima und Kopenhagen(mit Film) Am Freitag 6.2., 20 Uhr, im Cafe Grössenwahn (K9 – Kiezingerstr. 9 – nähe U Samariterstr. )

Ziel ist es einerseits, interessierten Menschen eine kurze Einführung in die Themenbereiche Klimawandel, Klimapolitik (COP 15/Kopenhagen-Prozess) sowie zum Stand der internationalen Klimabewegung (WSF Belem, climax) zu geben. Andererseits wollen wir miteinander diskutieren, warum wir das Thema wichtig finden, warum wir nach Kopenhagen mobilisieren (sollten), und was das alles mit Weltwirtschaftskrise und globalen sozialen Rechten zu tun hat. Im Anschluss an die Diskussion zeigen wir einen Film über die letzten Wochen vor der Räumung des selbstorganisierten Jugendzentrums (Ungdomshuset) Jagtvej 69 in Kopenhagen 2007.

Kopenhagen-Klima-Aktionstreffen, Samstag, 7.2., 10 – 20 Uhr, und Sonntag, 8.2., 9.30 bis 15.00 in den Räumen der Schule für Erwachsenenbildung (SfE) im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, U-Bhf. Mehringdamm in Kreuzberg.

Der Samstag ist schwerpunktmässig der Kopenhagen-Mobilisierung gewidmet. Dabei werden wir uns Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen und für inhaltliche Diskussionen nehmen. Am Sonntag geht es um lokale Praxen, Vernetzung von Kämpfen und konkrete Aktionen in der Zeit bis Kopenhagen. Weitere Details stehen in der (vorläufigen) Tagesordnung im Anhang.

Es wäre gut wenn ihr euch zu Treffen anmelden könntet unter: gegenstrom-berlin[ätt]so36.net

Falls ihr Schlafplätze braucht bitte bei der Anmeldung angeben. Bis zum Treffen in Berlin – für ein ganz anderes Klima!

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Einladung Bundesweites KlimaAktions Treffen 7. 8. Feb. Berlin

Januar 11, 2009

Im nächstes Jahr findet vom 7. bis zum 18. Dezember in Kopenhagen der nächste “Welt-Klima-Gipfel” statt. Dort soll das Nachfolge-Protokoll für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll verhandelt und verabschiedet werden. Schon auf dem vorhergehenden Gipfel in Poznan hat sich abgezeichnet, dass die Ergebnisse der Verhandlungen kaum einen Positiven Einfluss auf den Klimawandel haben werden. Im Gegenteil, die Regularien werden vor allem darauf abzielen neue Märkte zu schaffen und den Produzenten von klimaschädlichen Emissionen neue Gewinne zu ermöglichen.

Kopenhagen ist vielen aufgrund seiner widerständigen Tradition und der Umgdomshuset Bewegung sicher noch im Kopf, die Schlußfolgerung “Da geht was” ist wohl nicht unbegründet. Doch nicht nur die städtisch geprägte, europäische linke ist an dem Gipfel interessiert. Aus dem Umfeld des Climate Justice Now Netzwerkes kommen oft nicht weniger radikale Forderungen den Gipfel anzugehen. Da es sich bei der UNFCCC jedoch nicht um die Weltbank oder die G8 handelt, stellt sich bei diesem Gipfel, mehr denn bei anderen, die Frage der Legitimität dieser Verhandlungen. Der Antagonismus zur herrschenden Klima Debatte wird also nicht an der Zahl der brennenden Barrikaden zu bemessen sein, was nicht nur an den klimaschädlichen Folgen von brennendem Plastik liegt.

Gemeinsam ist allen Gegenpositionen sicher die Erkenntnis, dass der Klimawandel real und wirkungsmächtig ist und eine soziale und rassistische Dimension hat. Ebenso ist klar, dass der Kyoto-Prozess bisher kaum einen Beitrag zur Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen geleistet hat. In Anbetracht der rasant fortschreitenden Klimaerwärmung wäre es also durchaus wünschenswert, wenn in Kopenhagen ein Ergebnis erzielt werden würde, dass aktiven Klimaschutz vorantreibt. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Stoßrichtung des Kyoto-Protokolls ausgebaut und weitere Märkte für sogenannte Ersatzinvestitionen geschaffen werden sollen. So ist abzusehen, dass das Ergebnis kaum zu einer Verringerung der CO2-Emissionen führen wird, sondern eher die Folgen westlicher Industrieproduktion versucht im globalen Süden “auszugleichen”.

Wir als KlimaAktive bewegen uns dabei zwischen dem Willen progressive Stimmen, vor allem die des Globalen Südens, innerhalb und außerhalb des UNFCCC Prozesses zu Unterstützen und der Suche nach einer konfrontativen Praxis, die im Kopenhagen-Prozess keine Chance auf Veränderung des aktuellen Missstandes sieht. Letztendlich muss unser Ziel sein, die Gruppen zu stärken, die am stärksten von Klimaveränderungen betroffen sind und die in ihren Regionen für ein gerechteres Klima kämpfen. Wie dieser Prozess, der weder in Kopenhagen anfängt noch aufhört, aussehen kann, wird Thema des Treffens sein.

Deshalb möchten wir euch einladen, am nächsten bundesweiten Treffen in Berlin am 7. und 8. Februar teilzunehmen und euch an den Vorbereitungen der Gegenaktivitäten zu beteiligen. Inhaltlich wird es besonders um einen deutschen/bundesweiten Aufruf Richtung Kopenhagen gehen. Ein erster Entwurf hierfür soll ab Ende des Jahres auf der neu geschaffenen Klimaaktionsliste (der alten Klimacampliste) diskutiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Vorbereitung des nächsten großen Internationalen Treffens am 14. und 15. März in Kopenhagen sein. Den genauen Ort und die Agenda werden wir euch rechtzeitig mitteilen.

Leitet diese Mail bitte an befreundete Gruppen und Personen weiter.

Wir freuen uns euch im Februar in Berlin zu sehen.

Viele Grüße der Göttingen-Kreis

Zum Eintragen auf die Klimaaktion-Liste einfach eine leere mail an klimaaktion-subscribe@lists.riseup.net schicken.

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Poznan-Erklärung von Climate Justice Now!

Dezember 13, 2008

RADICAL NEW AGENDA NEEDED TO ACHIEVE

Poznan statement from the Climate Justice Now! coalition

12 December 2008

Members of Climate Justice Now! – a worldwide alliance of more than 160 organisations — have been in Poznan for the past two weeks closely following developments in the UN climate negotiations. This statement is our assessment of the Conference of Parties (COP) 14, and articulates our principles for achieving imate justice.

THE URGENCY OF CLIMATE JUSTICE
We will not be able to stop climate change if we don’t change the neo-liberal and corporate-based economy which stops us from achieving sustainable societies. Corporate globalisation must be stopped.

The historical responsibility for the vast majority of greenhouse gas emissions lies with the industrialised countries of the North. Even though the primary responsibility of the North to reduce emissions has been recognised in the Convention, their production and consumption habits continue to threaten the survival of humanity and biodiversity. It is imperative that the North urgently shifts to a low carbon economy. At the same time in order to avoid the damaging carbon intensive model of industrialisation, the South is entitled to resources and technology to make this transition.

We believe that any ´shared vision´ on addressing the climate crisis must start with climate justice and with a radical re-thinking of the dominant development model.

Indigenous Peoples, peasant communities, fisherfolk, and especially women in these communities, have been living harmoniously and sustainably with the Earth for millennia. They are not only the most affected by climate change, but also its false solutions, such as agro-fuels, mega-dams, tree plantations and carbon offset schemes. Instead of market led schemes, their sustainable practices should be seen as offering the real solutions to climate change.

FAILURE OF KYOTO AND THE UNFCCC
Governments and international institutions have to recognise that the Kyoto mechanisms have failed to reduce greenhouse gas emissions.

The principles of the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) have been abandoned in favour of market mechanisms. The three main pillars of the Kyoto agreement –the clean development mechanism, joint implementation and emissions trading schemes — have been completely ineffective in reducing emissions, yet they continue to be at the center of the negotiations.

Kyoto is based on carbon-trading mechanisms which allow Northern countries to continue business as usual by paying for “clean development” projects in developing and transition countries. This is a scheme designed deliberately to allow polluters to avoid reducing emissions domestically. Clean development mechanism projects, which are supposed to support “sustainable development”, include infrastructure projects such as big dams and coal-fired power plants and monoculture tree plantations. These projects do not reduce carbon emissions but they do accelerate the privatisation and corporate take-over of natural resources, at the expense of local communities and Indigenous Peoples.

Proposals on the table in Poznan are not only heading in the same direction, but worse.

In the current negotiations, industrialised countries continue to act on the basis of self-interest, using all their negotiating tactics to avoid their obligations to reduce carbon-emissions, to finance adaptation and mitigation and transfer technology to the south.

In their pursuit of growth at any cost, many Southern governments at the talks are trading away the rights of their peoples and resources. We remind them that a climate agreement is not a trade agreement.

The main protagonists for climate stability – Indigenous Peoples, women, peasant and family farmers, fisherfolk,
forest people and marginalised and affected communities in the global south and north, are systematically excluded.
Despite repeated demands Indigenous Peoples’ are not recognised as an official party to the negotiations. Neither
are women’s voices and gender considerations recognised and included in the process.

At the same time, private investors are circling the talks like vultures, swooping in on every opportunity for creating
new profits. Business and corporate lobbyists expanded their influence and monopolized conference space at Poznan. At least 1500 industry lobbyists were present either as NGOs or as members of official government delegations.

The Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation (REDD) scheme could create the climate
regime’s largest ever loophole, giving Northern polluters yet another opportunity to buy their way out of emissions
reductions. This scheme might give a huge incentive for countries to sell off their forests, expel indigenous and peasant communities and transform them into tree plantations under corporate-control. Plantations are not forests.
Privatisation and dispossession through REDD or any other mechanisms must be stopped.

The World Bank is attempting to carve a niche in the international climate change regime. This is unacceptable as
the Bank continues to fund polluting industries and drive deforestation by promoting industrial logging and agro-fuels. The Bank’s recently launched Climate Investment Funds goes against government initiatives at the UN and promotes dirty industries such as coal, while forcing developing countries into the fundamentally unequal aid framework of donor and recipient. The World Bank Forest Carbon Partnership Initiative aiming to finance REDD through a forest carbon mechanism serves the interest of private companies and opens the path for commodification of forests.

These developments are to be expected. Market ideology has totally infiltrated the climate talks, and the UNFCCC negotiations are now like trade fairs hawking investment opportunities.

THE REAL SOLUTIONS
Solutions to the climate crisis will not come from industrialised countries and big business. Effective and enduring solutions will come from those who have protected the environment – Indigenous Peoples, women, fisherfolk forest and agrarian communities. These include:

  • Achieving low carbon economies, without resorting to offsetting, nuclear energy, and carbon capture and storage, while protecting the rights of those affected by the transition, especially workers.
  • Keeping fossil fuels in the ground.
  • Implementing people’s food and energy sovereignty.
  • Guaranteeing community control of natural resources.
  • Re-localisation of production and consumption, prioritising local markets
  • Full recognition of Indigenous Peoples, peasant and local community rights Democratically controlled clean renewable energy.
  • Rights based resource conservation that enforces indigenous land rights and promotes peoples sovereignty and public ownership over energy, forests, seeds, land and water Ending deforestation and its underlying causes.
  • Ending excessive consumption by elites in the North and in the South.
  • Massive investment in public transport
  • Ensuring gender justice by recognising existinggender injustices and involving women in decision making.
  • Cancelling illegitimate debts claimed by northern governments and IFIs.
  • The illegitimacy of these debts is underscored by the much greater historical, social and ecological debts owed to people of the South.

We stand at the crossroads. We call for an urgent change in direction to put climate justice and people’s rights at the centre of these negotiations.

In the lead-up to the 2009 COP 15 at Copenhagen and beyond, the Climate Justice Now! coalition will continue to monitor governments and to mobilise social forces from the south and the north to achieve climate justice.

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Kopenhagen-Vorbereitung in Göttingen

November 13, 2008

Inzwischen ist einiges klarer geworden zum Kopenhagen-Vorbereitungstreffen am 22./23. November in Göttingen. Es gibt einen TO-Vorschlag und einen Ort für das Treffen:

Ort: Stiftung Arbeit und Leben Göttingen, Lange Geismar Straße 72-73

Zeit: Samstag, 22.11., 11.30 Uhr bis Sonntag, 23.11., 15.00 Uhr

Vorschlag für die TO:

Samstag
11:30 Anreise
12:15 Essen
13:00-14:00 Aufwärmen: Was ist in den letzten 2 Monaten bei Dir klimapolitisch passiert? Wo stehst Du oder Deine Gruppe gerade? (Runde und kreative Methoden)
14:15-15:00 Inhaltliche Debatte: Input zu Kopenhagen
15:00-16:30 Kleingruppen
1) Welche Interessen haben die Südländer im Kyotoprozess?
2) Welche Legitimität hat der UN Klimagipfel?
3) Was meint grüner Kapitalismus?
4) Warum spart Kyoto real kaum CO2 ein?
Pause
17:00-17:30 Die Kleingruppen präsentieren ihre Ergebnisse
Essen
19:00-21:00 Stand der Kopenhagen Mobilisierung. Es berichten Till und evtl. Friends of the Earth (angefragt)

Sonntag
09:00 Frühstück
09:30-11:30 Lokale Kämpfe am Beispiel des Bremer Klimaplenums
Pause
12:00-14:00 Klima – Antimilitarismus Strasbourg/Baden Baden NATO-Gipfel im April 2009
14:00-15:00 Wie geht’s weiter? Konkrete Verabredungen/nächste Treffen/Name unseres Kreises

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…für ein ganz anderes Klima – auch im Wendland!

November 13, 2008

Immer wieder wird behauptet, wer keine (neuen) Kohlekraftwerke wolle, der spiele der Atomlobby in die Hände. Denn diese wirbt damit, dass Atomkraftwerke im Betrieb ohne den Ausstoss von Kohlendioxid Strom produzieren können. Dabei bleibt freilich so einiges unberücksichtigt: Nicht nur, dass die Kraftwerke an sich schon energieaufwändig genaut wären, hinzu kommt eine lange Kette extrem aufwändiger Prozesse vom Uranabbau über die Anreicherung bis zur halbwegs sicheren Zwischenlagerung. Und wer den Einsatz von rund 18.000 Polizistinnen und Polizisten mit Räumpanzern, Wannen, Wasserwerfern und Helikoptern über knapp eine Woche einbezieht, kann wohl kaum mehr von einer klimafreundlichen Stromproduktion sprechen.

Auch der Atomausstieg muss sein - für ein ganz anderes Klima!

Auch der Atomausstieg muss sein - für ein ganz anderes Klima!

Um auf diesen Umstand hinzuweisen und um deutlich zu machen, dass sich Klimabewegung und Atombewegung nicht gegeneinander ausspielen lassen, haben sich zahlreiche Aktive der Klimabewegung auch am Widerstand gegen den Transport von hochradioaktivem Müll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins wendländische Gorleben beteiligt. Die Begründung dafür lieferte Tadio Müller, der an der Vorbereitung des Klimacamps in Hamburg beteiligt war, mit seinem Redebeitrag auf der Großdemonstration am Samstag in Gorleben: Letztlich gehe es beiden Bewegungen um eine andere Energiepolitik. Und „Sozialer Wandel kommt nicht von oben, er kommt nicht von alleine – sozialer Wandel kommt von unten!“ Ein ganz anderes Klima bleibt also genauso wie der Atomausstieg Handarbeit.

Ein weiterer Beitrag zum diesjährigen Widerstand war die Kampagne Castor08. Unter anderem von Aktiven aus dem Klimacamp-Vorbereitungskreis angeregt, gelang es der Kampagne, hunderte von Menschen in der Göhrde an die Castor-Schienenstrecke zu bringen. Dass dort dann Gleisschrauben fehlten und Schwellen verbogen waren, hat aber nichts mehr mit den Vorbereitenden zu tun… ;o)

Es zeigt sich: Energiepolitik ist wieder spannend geworden – beim Castor genauso, wie in der Klimabewegung!

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Einladung: Klimagipfel-Vorbereitung Kopenhagen 2009

November 8, 2008

Ein konkretes Ergebnis des Klimacamp-Auswertungstreffens war, dass der UN Klimagipfel im Dezember 2009 ein nächstes Ziel für die Beteiligten sein soll. Dort soll das Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls abschließend verhandelt und beschlossen werden. Dass „Kyoto“ nicht die Probleme des Klimawandels löst und stattdessen zu einer Kapitalisierung von Umwelt und Atmosphäre beiträgt, sollte inzwischen klar geworden sein: Mit dem Verkauf von Verschmutzungsrechten – wie kann mensch ein Recht auf Verschmutzung einräumen?! und die sollen auch noch handelbar sein?! – wird der Weg für eine neue Phase des Kapitalismus, eine „grüne“ Phase geebnet.

Um zu Überlegen, wie es in Bezug auf Kopenhagen weitergehen soll – hierzu soll es sowohl inhaltliche Inputs geben als auch konkrete Mobilisierungsabsprachen -, wird es am Wochenende 22./23. November in Göttingen ein Treffen geben. Dies wird das erste Treffen für eine weiterführende klimapolitische Zusammenarbeit sein, in dessen Mittelpunkt die Mobilisierung für Kopenhagen stehen wird, aber auch andere Schwerpunktthemen diskutiert werden. Dazu gehört auch wieder die Neubestimmung und Weiterentwicklung eines linken/linksradikalen Zugangs zum Thema.

Sobald Ort, Zeit und Vorschlag für eine Tagesordnung bekannt sind, gibt es weitere Informationen hier!