Die Hamburger Repressionsorgane lassen nicht locker und machen weiter Stress. Aber nicht nur die Polizei, die Staatsanwaltschaft und der schwarz-grüne Senat sind dafür verantwortlich, dass zahlreiche Menschen Bußgeldbescheide und Strafbefehle bekommen haben. Insbesondere der Energiekonzern Vattenfall, der weiter auf die schmutzigste Form der Stromerzeugung in Form von Kohlekraftwerken setzt, treibt die Kriminalisierung von Widerstand gegen die Klimazerstörung weiter voran.
Am Mittwoch, den 20. August, besetzten einige Menschen die Kraftwerksbaustelle in Hamburg-Moorburg, um darauf aufmerksam zu machen, dass der Energiekonzern Vattenfall hier gegen den Willen einer Mehrheit der Menschen in Hamburg und allen klimapolitischen Zielen zum Trotz ein neues Steinkohlekraftwerk bauen möchte. Zahlreiche Aktivisten eilten spontan von einer Demonstration in der Nähe zur Unterstützung zur Baustelle – bildeten eine spontane Versammlung und wurden später vor der Baustelle von der Polizei geräumt – mit der abstrusen Begründung, sie würden Musik spielen und seien deswegen keine politische Versammlung mehr.
Vielen von diesen Menschen haben Bußgeldbescheid bekommen, gegen die sie – selbstverständlich – Widerspruch eingelegt haben. Am 25. März wird sich daher das erste Mal ein Gericht mit der Frage beschäftigen müssen, ob Menschen, die sich auf die Straße setzen, weil die Polizei ihre Versammlung wegen des Spielens von Musik aufgelöst hat, eine Ordnungswidrigkeit begangen haben. Eine völlig abstruse Argumentation, wie nicht nur Betroffene finden, die sich Polizeihäuptling Dudde zurecht gelegt hat, um seinen Feierabend früher beginnen zu lassen.
Und schon am kommenden Donnerstag, den 19. März, wird gegen einen Menschen verhandelt, dem vorgeworfen wird, auf dem Gelände gewesen zu sein. Hierfür ist direkt der Energiekonzern Vattenfall verantwortlich, der Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt hat – und jederzeit die Möglichkeit hat, den Antrag zurück zu ziehen. Während sich der Konzern inzwischen in Berlin als Klimaschützer darstellen möchte und dem dortigen Senat ein Klimaschutzprogramm vorgestellt hat (darüber hinaus versucht sich das Unternehmen mit Erklärungen als ökologischer Vorreiter darzustellen), kriminalisiert er in Hamburg Protest gegen ein Kraftwerk, das mehr als 10 Mal klimaschädlicher ist, als ein Kraftwerk nach dem neuesten Stand der Technik.
Vattenfall und die Hamburger Repressionsorgane müssen verstehen, dass Klimaschutz nicht von Konzernen gemacht wird. Deswegen: Kommt zu den Prozessen! Zeigt euch solidarisch mit Menschen, die sich gegen die klimazerstörerische Politik engagieren! (Genaue Orte und Zeiten demnächst hier.)
Solidarität ist eine Waffe!